Das Gute im Menschen

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"Wir müssen mit unseren Gedanken und Gefühlen
in die Dinge in unserer Umwelt hinein gehen!
Wir müssen uns mit dieser Umwelt identifizieren,
wenn wir verstehen wollen und wenn wir begreifen wollen wie sie funktioniert."
— André Glucksmann —

"Jeder Trieb ist blind ohne Wissen,
jedes Wissen ist eitel ohne Werk,
jedes Werk ist leer ohne Liebe.
— Kahil Gibran—

"Für den Optimisten ist das Leben kein Problem,
sondern bereits die Lösung."
— Marcel Pagnol —

"Mit einem Brunnenfrosch kannst Du nicht über das Meer diskutieren.
Mit einem Fachmann kannst Du nicht über das Leben reden."
— Dschuang Dsi —

"Wir sind es gewohnt das die Menschen über das lachen, was sie nicht verstehen."
— Johann Wolfgang von Goethe —

von Tobias O. R. Alke (Kommentare: 0)

Wie Gespräche das Prosoziale in uns fördern, während Noten unsere Eifersucht und Gier erst sozialisieren

Vor kurzem war ein sehr interessanter Bericht in der Süddeutschen Zeitung der ein fortschrittliches Bewertungssystem in bayrischen Schulen hervorhebt. Es gibt dort keine Notengebung mehr für Kinder der 1. bis 3. Klasse. Ab der 4. ist dies leider immer noch notwendig, da ab dann (vor Bürokraten) bundesweit "vergleichbare" Bewertungen eingeführt werden müssen. Der letzte große Bürokraten(an)griff fand im Zuge der Bologna-Reform statt in der auch "international vergleichbare" Bachelor- & Masterstudiengänge umgestellt wurde. Zwar gehen auch diese wieder völlig an der Wirklichkeit vorbei, da man mit einem Bachelor in Deutschland nicht in Holland seinen Master machen kann (nur mit umständlichen Zusatzmaßnahmen), da der Bachelor dort 240 Leistungspunkte umfasst und nicht wie in Deutschland 180 Leistungspunkt. Zumal die Leistungspunkte, als angebliche 4-stündige Arbeitsleistungen so gut wie immer an der Wirklichkeit vorbeigehen. In der Regel sind es deutlich mehr als 4 Stunden Arbeitseinsatz pro Leistungspunkt, selten sind es weniger. Schließlich sind Studenten billige Arbeitskräfte für die akademische Welt und müssen für ihre Ausbildung sogar noch bezahlen, anstatt ein Gehalte zu bekommen (in China erhalten Studenten der Masterstudiengänge immerhin schon ein staatliches Gehalt)!

Was hat nun die Notenvergabe mit unserer Bereitschaft zu prosozialem Verhalten zu tun, um wieder auf das Kernthema meines Blogs zurück zu kommen?

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von Tobias O. R. Alke (Kommentare: 0)

Ein moderater Erziehungsstil fördert unsere Leistungsbereitschaft

Wissenschaftler der Universität Pittsburgh (Rochelle Hentges u.a.) haben in einer umfangreichen Studie nachweisen können, dass ein harter Erziehungsstil das Protestverhalten unserer Kinder fördert und diese insgesamt gewaltbereiter macht. Wer die prosoziale Natur in uns fördern will, sollte umsichtiger mit seinen Kindern umgehen.

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von Tobias O. R. Alke (Kommentare: 0)

Es braucht einen Wandel in unserem Verständnis von Altruismus

Ein sehr guter Beitrag zum Thema Altruismus und der Notwendigkeit sich von alten Vorstellungen zum Thema zu lösen und vielleicht auch "neue" Methoden wie Meditation zu Förderung einzusetzen:

"Die lange vorherrschende Theorie vom egoistischen Gen als treibender Kraft der Evolution ist nur die halbe Wahrheit. Gert Scobel und seine Gäste diskutieren über effektiven Altruismus und darüber, warum uneigennützige Fürsorge nicht nur die Empfänger glücklich macht." - scobel: Die Kraft des Guten

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von Tobias O. R. Alke

Rede zum Neujahr 2017 von Angela Merkel

Angela Merkel hat zum Jahreswechsel eine gute Rede zu unserer prosozialen Haltung gehalten. So unwirklich und aufrührend viele Nachrichten und Ereignisse heute sind, müssen wir dennoch darauf achten uns in unserem persönlichen Verhalten gegenüber unserer Umwelt immer bewusst zu machen, dass die meisten Menschen einen guten Kern haben und wir uns nicht von den Greultaten einzelner Individuen beirren lassen dürfen.

"Dem Hass mit Mitmenschlichkeit begegnen"

In diesem Sinne, allen ein erfolgreiches und positives neues Jahr 2017.

Herzliche Grüße,

Tobias Alke

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von Tobias O. R. Alke

Die Reife junger Menschen

Ein sehr schöne Beweis für unseren Einfluss als Eltern auf unsere Kinder kam heute bei n-tv, als ein vierjähriger in England seiner Mutter "Emma Schofield" den Valentinstag rettete, nachdem sie sich kurz zuvor hatte scheiden lassen.

Der junge Max bescherte ihr trotz seines jungen Alters einen wunderbaren Valentinstag und rührte seine Mutter und alle Anwesenden im Herzen. Ein vorbildliches Beispiel guter Erziehung und unserer prosozialen Natur als Menschen.

Wir entscheiden als Eltern und Kinder in dem Maße wie wir uns auf bestimmte Denkrichtungen einlassen, wie prosozial wir und unsere Nachkommen werden oder auch nicht. Die Macht unserer Gedanken ist weitreichender als den meisten Menschen bewusst ist.

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von Tobias O. R. Alke

Unsere prosoziale Natur

Als ich 2011 den Artikel "Altruisten in Windeln" von Sebastian Herrmann von der Süddeutschen Zeitung las, fand ich meine erste (wissenschaftliche) Bestätigung meiner anhaltenden Meinung, dass wir als Menschen grundsätzlich gute Wesen sind. Herrmann präsentierte eine wissenschaftliche Arbeit von Schmidt/Sommerville aus dem Wissenschaftsmagazin PloSOne, in der man Experimente mit Kleinkindern durchführte um zu sehen ob diese bereits sind etwas zu verschenken, was ihnen persönlich wichtig ist. Der Hacken an dieser Studie war, dass sie mit Kleinkindern im Alter von 15 Monaten durchgeführt wurde. Nach der herkömmlichen Auffassung entwickeln wir aber erst in späteren Lebensphasen differenzierte Bewertungsmaßstäbe, womit dieses Verhalten bei Kindern eigentlich unmöglich sein müsste.

Und dennoch geschieht es!

Der Artikel ist kostenlos unter folgendem Link verfügbar. In meinem Buch "Ausgewählte Perspektiven des Altruismus" beschreibe ich das Experiment ausführlicher, nebst einer Fülle weiterer Arbeiten.

» Fairness Expectations and Altruistic Sharing in 15-Month-Old Human Infants «

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von Tobias O. R. Alke

Rezension: GRAMEEN. Eine Bank für die Armen der Welt von Muhammad Yunus

Als ich nach der Realschule auf ein Wirtschaftsgymnasium wechselte, schenke mein Vater mir das Buch "GRAMEEN. Eine Bank für die Armen der Welt". In meinem damaligen Alter (17) verstand ich kaum worum es meinem Vater mit diesem Buch ging. Ich las es und war sehr angestrengt über die Inhalte des Buches. 2010 griff ich das Buch in einem Seminar zu prosozialem Handeln bei Dr. Sigmund wieder auf und schrieb eine Rezension über das Buch. Dabei stellte ich fest, das Yunus mit einfachen Mitteln Kernprobleme unserer Gesellschaft verbessern will und ein Möglichkeit auch den ausgegrenzten und fallen gelassenen eine Chance zu geben, die von herkömmlichen Institutionen keine (besondere) Hilfe zu erwarten haben.

Zwar wird Yunus heute oft kritisiert, das sein Konzept nicht überall funktionieren würde, doch beschreibt er dieses Problem in seinem sehr anschaulichen, wenn auch ergreifenden Buch und so kann ihm kaum zu Last gelegt werden, dass es korrupte Akteure in staatlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen gibt, die derartige Projekte zu unterbinden oder zu missbrauchen versuchen.

Das Buch gibt es hier: "GRAMEEN. Eine Bank für die Armen der WeltAL"

 

Meine Rezension ist erschienen in "Kyborg Publishing"

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